Modernist Dialogues: Ukrainische und österreichische Musik im gemeinsamen europäischen Kontext
Am 24. September fand in der Paleiskerk in Den Haag das Konzert „Modernist Dialogues“ statt, präsentiert von Classical NOW!. Das Programm brachte ukrainische und österreichische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zusammen – mit Werken von Borys Liatoshynsky, Arnold Schönberg, Alban Berg und Maxim Shalygin.
Als musikalischer Dialog zwischen unterschiedlichen Generationen und Traditionen konzipiert, lud das Konzert dazu ein, die ukrainische und österreichische Moderne als Teile eines gemeinsamen europäischen Kulturraums neu zu entdecken.
Eröffnet wurde der Abend vom Lyatoshynsky Trio – Mykhailo Zakharov, Suzanne Zambellan und Artem Yasynskyy – mit Borys Liatoshynskys Zweitem Klaviertrio, das 1942 während der Evakuierung des Komponisten aus Kyjiw entstand. Anschließend erklang Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ in einer Fassung für Klaviertrio.
Im zweiten Teil des Abends interpretierte der ukrainische Pianist Antonii Baryshevskyi die Klaviersonate von Alban Berg sowie Werke aus dem Zyklus „Fetus Etudes“ von Maxim Shalygin.
Wir freuen uns besonders, dass der ukrainisch-österreichische Kulturdialog auch über die Grenzen unserer beiden Länder hinaus sichtbar wird. Das Projekt wurde im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Ukrainischen Institut in den Niederlanden, der Österreichischen Botschaft in Den Haag und der Botschaft der Ukraine im Königreich der Niederlande mit Unterstützung der österreichischen Bundesregierung realisiert.
Projekte wie dieses machen ukrainische Musik nicht nur einem internationalen Publikum zugänglich, sondern tragen auch dazu bei, sie in den größeren Kontext der europäischen Moderne einzuordnen – im Dialog mit Komponisten und musikalischen Traditionen, die die europäische Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts geprägt haben.
Fotos: Lera Manzovitova





