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BACH: OSTERNORATORIUM & MAGNIFICAT
Zum Kalender hinzufügen Tickets bestellenZeit:
19:00
Datum:
Ort:
Nationale Philharmonie der Ukraine
Partner:
Ukraine Office Austria, Österreichische Botschaft in Kyjiw
Organisator:
Open Opera Ukraine, Nationales Haus für Orgel- und Kammermusik der Ukraine
Konzert mit Gastdirigent Jörg Zwicker.
Jörg Zwicker, ein renommierter Experte auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis, Dirigent, Cellist, Lehrer und aufrichtiger Freund der Ukraine, ist zurück in Kyjiw! In einem Gemeinschaftsprojekt der Open Opera Ukraine und des Nationalen Musikhauses wird er in der Woche vor Ostern zwei bemerkenswerte und unbestreitbar relevante Werke von Johann Sebastian Bach dirigieren: das Osteroratorium und das Magnificat.
Stellen Sie sich vor: Gestern noch lauschten Sie der Passion von Johann Sebastian Bach, die mit einer demütigen Bitte um das ewige Leben endet, und schon heute verkünden die majestätischen Fanfaren zu Beginn des Osteroratoriums die Auferstehung. Genau dieses Erlebnis konnten die Leipziger Gläubigen am Osterfest 1725 haben, als die Uraufführung des Osteroratoriums stattfand. Dieses Werk scheint die Idee der „Passion“ fortzuführen, indem es den Solisten die „Rollen“ von vier biblischen Helden gibt, die als erste die Nachricht von der Auferstehung Jesu erfuhren. Dies sind Maria Magdalena, Maria von Jakobus und die Apostel Simon, Petrus und Johannes. Sie teilen die Freude über die Auferstehung, sind sich aber gleichzeitig der Trauer darüber bewusst, dass Christus nicht mehr bei ihnen ist.
In diesem Oratorium fällt die Kombination aus der Erhabenheit des Geschehens und der Kürze der Darbietung auf. Darüber hinaus sind die Instrumentalnummern, mit denen das Stück beginnt, ein großartiges Beispiel für das Ausdruckspotenzial „überarbeiteter“ Musik. Die ersten drei Sätze des Oratoriums – die Symphonie, das Adagio und der Chor – könnten eine Adaption eines bereits existierenden Konzerts sein, das höchstwahrscheinlich während Bachs Aufenthalt in Köthen geschrieben wurde. Eine triumphale, fanfarenartige Symphonie und ein Refrain verkünden das Wunder der Auferstehung und das Versprechen zukünftiger Unsterblichkeit. Stattdessen ruft die melancholische Oboenmelodie, die das Adagio dominiert, die Trauer hervor, die angesichts eines gegenwärtigen Verlusts empfunden wird.
Das Magnificat ist ein Lobgesang auf Maria, die Mutter Jesu, der im Lukasevangelium zu finden ist. Der Titel leitet sich von den lateinischen Worten der ersten Zeile ab: „Magnificat anima mea Dominum“ oder „Meine Seele preist den Herrn.“
Das Magnificat war fester Bestandteil des Sonntagsgottesdienstes in Leipzig. An gewöhnlichen Sonntagen wurde es auf Deutsch gesungen, an den großen Festen Weihnachten, Ostern und Dreifaltigkeit sowie an den Festen der Gottesgebärerin jedoch auf Latein. Und genau diese majestätische Textfassung wird in diesem Konzertprogramm mit der Vorfreude auf die österliche Auferstehung verbunden.
Ljatoschynski-Kapelle
Jörg Zwicker Dirigent Österreich
Natalia Khmilevska Chorleiterin
Kostyantyn Lenchyk, Chorleiter
Olesya Lyuba Sopran
Olena Pinkovska Sopran
Vladyslav Pryymachuk Mezzosopran
Roman Melish Countertenor
Denis Sagirov, Tenor
Roman Arabadji Bassbariton
Tamara Roy Flöte
Volodymyr Koval Oboe d’amore
Basso continuo-Stimme
Natalia Fomenko Cembalo, Orgelpositiv
Tetyana Grechanivska Cello