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Light in the Shadow: BLACK AND RED
Zum Kalender hinzufügen Tickets bestellenZeit:
18:00
Datum:
Ort:
S.-Ljudkewytsch-Konzertsaal
Partner:
OeAD-Kooperationsbüro Lemberg, Ukraine Office Austria, Abilitation center Lviv
Organisator:
Nationale Philharmonie Lwiw
Marathon zum Gedenken an Wassyl Slipak
Der Marathon ist dem Andenken an Wassyl Slipak gewidmet – einen herausragenden ukrainischen Opernsänger, Solisten der Pariser Nationaloper, Freiwilligen, Teilnehmer an den Kämpfen in der Ostukraine, Helden der Ukraine und Träger des Ordens „Für Tapferkeit“ 1. Grades.
Interpreten:
- Teresa Katarina, Violine
- Borys Koblyk, Violine
- Maksym Semeniuk, Viola
- Olena Humeniuk, Cello
- Daniil Hryshyn, Kontrabass
- Yeva-Evelina Kulykovska, Klavier
Program:
- Josef Labor. Quintet for Strings and Piano in B minor, Op. 3
- Felix Weingartner. Sextet for Piano and Strings, Op. 33
Es heißt, das Schließen der Augen könne den Geruchssinn schärfen – das Fehlen eines Sinnes schärft die anderen. Eine Kinderkrankheit stürzte den tschechischen Komponisten Josef Labor im Alter von drei Jahren in völlige Finsternis. Der Junge war empfänglich für seine Umwelt und widmete sich ganz dem Studium der ihn umgebenden Klänge und entdeckte schnell sein musikalisches Talent. So gelangte Labor an das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und erlangte später Ruhm als einer der führenden Organisten der Stadt. 1886 vollendete Labor sein Quintett für Streicher und Klavier in h-Moll, wobei er der Kontrabassstimme besondere Aufmerksamkeit widmete, da das Stück zu Ehren des talentierten Kontrabassisten Franz Simandl geschrieben wurde. Die exquisiten Kontrabass-Soli durchdringen die musikalische Textur des Quintetts wie Lichtstrahlen im Schatten.
Ergänzt wird der Abend durch das Sextett für Klavier und Streicher von Labors jüngerem Zeitgenossen Felix Weingartner, einem erfolgreichen Wiener Dirigenten, Interpreten sämtlicher Beethoven-Symphonien und Direktor der Wiener Staatsoper. Weingartner war sowohl musikalisch als auch privat eine dynamische Verbindung nahezu aller Ikonen der Wiener Musik des späten 19. Jahrhunderts: Anklänge an Strauss’ Walzer und Schuberts Lieder trafen auf die Suche nach einer neuen Kompositionssprache, die in der österreichischen Hauptstadt nur darauf wartete, zu entstehen. Als Kenner symphonischer und opernhafter Musik konnte Weingartner nicht bescheiden schreiben, denn die Welt um ihn herum berührte ihn, fesselte ihn und verlangte nach einer Antwort.