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Dmytro Bortnianskyis „Creonte“ erklang wieder in der Ukraine!

Es war ein besonderer Abend – eine Begegnung mit Musik, die vor fast 250 Jahren im europäischen Kulturraum entstand, lange Zeit als verschollen galt und nun in das ukrainische und internationale Musikerbe zurückkehrt.

Im Rahmen des Projekts „Creonte XVIII/XXI: Schicksal, Entscheidung oder Entscheidung des Schicksals?“ präsentierte Open Opera Ukraine eine konzertante Aufführung der Oper „Creonte“ des ukrainischen Komponisten Dmytro Bortniansky, die 1776 in Italien entstand.

Nach den vorliegenden Informationen wurde „Creonte“ im renommierten Teatro San Benedetto in Venedig uraufgeführt. Die Partitur galt danach über lange Zeit als verschollen, bis die ukrainische Musikwissenschaftlerin Olha Shumilina das Manuskript 2023 in der Biblioteca da Ajuda in Portugal wiederentdeckte.

Für die Wiederbelebung des Werkes erarbeitete Open Opera Ukraine eine umfassende wissenschaftliche Rekonstruktion. Auf Grundlage der historisch informierten Aufführungspraxis setzte sich das Team mit der Originalquelle, Bortnianskys individuellem Kompositionsstil sowie den Aufführungspraktiken des letzten Viertels des 18. Jahrhunderts auseinander. Zum Projekt gehören außerdem die Herausgabe der Partitur und eine Aufnahme der Oper.

Unser großer Dank gilt dem gesamten Team, den Künstler, Musiker, technischen Fachkräften und Partnerorganisationen, die dazu beigetragen haben, diese Musik wieder lebendig werden zu lassen. Ebenso danken wir dem Publikum, das diesen besonderen Abend mit den Künstler geteilt hat!

Wir freuen uns besonders, dass auch Österreich zur Umsetzung dieser umfangreichen Initiative beitragen konnte. Das Projekt wurde mit partnerschaftlicher Unterstützung der Österreichischen Botschaft in der Ukraine und des Österreichischen Kooperationsbüros in Lemberg realisiert. Für uns ist es von großer Bedeutung, Initiativen zu unterstützen, die wenig bekannte oder verloren geglaubte Kapitel des ukrainischen Kulturerbes wieder sichtbar machen und sie zugleich in einen breiteren europäischen Kontext stellen.

Das Projekt „Creonte XVIII/XXI: Schicksal, Entscheidung oder Entscheidung des Schicksals?“ wurde mit Unterstützung des Ukrainischen Kulturfonds im Rahmen des Programms „Kultur während des Krieges“ vorbereitet und von Open Opera Ukraine in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Haus der Musik und der Nationalen Philharmonie der Ukraine umgesetzt. Weitere Partner waren das Italienische Kulturinstitut, die Italienische Botschaft in der Ukraine, die UNESCO, die Österreichische Botschaft in der Ukraine und das Österreichische Kooperationsbüro in Lemberg.

Foto: @valeria_la254