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Kulturelle Studien

Festivals

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Festival der ukrainischen Kunst DNIPRO in Graz

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Zeit:

09:00

Datum:

02.11.2026 - 13.11.2026

Ort:

Graz

Partner:

OeAD-Kooperationsbüro Lemberg, Ukraine Office Austria, Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Kulturreferat des Landes Steiermark, Kulturamt und Integrationsreferat der Stadt Graz

Organisator:

Verein Ridna Domivka

krainische Kunst als Raum des internationalen Dialogs

Im November 2026 findet in Graz erstmals das Festival der ukrainischen Kunst DNIPRO statt. Die neue Kulturinitiative präsentiert ukrainische Literatur, klassische und traditionelle Musik und schafft einen Raum für Begegnungen zwischen ukrainischen und österreichischen Kunstschaffenden und ihrem Publikum.

Das Festival umfasst drei Veranstaltungen in Graz am 2., 6. und 13. November. Von der literarischen Auseinandersetzung mit den Erfahrungen des Krieges über das ukrainische musikalische Erbe des Barocks bis hin zur lebendigen Tradition des Volksgesangs zeigt das Programm die Vielfalt der ukrainischen Kultur und ihre Verbindungen zum europäischen Kulturraum.

Ein Teil des Programms reicht weit über die Grenzen der Steiermark hinaus: Die Präsentation von Ostap Slyvynskys Wörter im Krieg wird nach Graz auch in Wien, Salzburg und St. Pölten zu erleben sein.

2. November | „WÖRTER IM KRIEG“ von Ostap Slyvynsky

📍 Forum Stadtpark, Stadtpark 1, 8010 Graz
🕡 18:30 Uhr

Eröffnet wird das Festival mit einer Buchpräsentation und performativen Lesung von Ostap Slyvynskys „Wörter im Krieg“.

Das Buch versammelt kurze Geschichten von Menschen, deren Leben durch den Krieg verändert wurde. Der renommierte ukrainische Lyriker und Literaturwissenschaftler hält ihre Erfahrungen in Worten und persönlichen Zeugnissen fest und schafft so ein vielstimmiges Porträt einer Gesellschaft im Krieg. Die deutsche Übersetzung von Maria Weissenböck erschien 2023. Mittlerweile wurde das Buch in mehr als 14 Sprachen übersetzt.

In Graz wird Wörter im Krieg erstmals in Österreich gemeinsam mit dem Autor Ostap Slyvynsky, der Übersetzerin Maria Weissenböck, dem Musiker und Komponisten Nick Acorne, der Schauspielerin Ninja Reichert sowie der Literaturwissenschaftlerin Mariya Donska präsentiert.

Weitere Präsentationen finden am 4. November in Wien, veranstaltet vom Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), am 5. November in Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Slawistik der Universität Salzburg sowie am 7. November in St. Pölten, veranstaltet vom Bildungshaus St. Hippolyt und dem Ukrainischen Kulturverein in Krems „RASOM“, statt.

6. November | „UKRAINISCHE KLÄNGE. BAROCK“

📍 Meerscheinschlössl, Mozartgasse 3, 8010 Graz
🕖 19:00 Uhr

Der zweite Festivalabend setzt die Geschichte von „Ukrainische Klänge“ fort. Bereits zum sechsten Mal bringt das Projekt die Vielfalt der ukrainischen Musikkultur einem Grazer Publikum näher.

2026 steht die faszinierende Klangwelt des Barocks im Mittelpunkt. Neben Meisterwerken von Arcangelo Corelli, Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart erklingen Werke der ukrainischen Komponisten Maksym Berezovsky und Dmytro Bortniansky. Das Programm macht damit zugleich die Vielfalt des ukrainischen Musikerbes und seine Einbettung in die europäische Musikgeschichte hörbar.

Das Konzert entsteht in Zusammenarbeit mit dem Institut für Alte Musik der Kunstuniversität Graz. Dessen Leiterin Prof. Susanne Scholz bereitet gemeinsam mit ihren Studierenden, darunter Olesia Romaniv (Violine) und Anna Kilchytska (Cembalo), ein besonderes musikalisches Programm vor.

Aus Lviv kommt außerdem das Ensemble Terra Barocca unter der künstlerischen Leitung der Cembalistin Anna Ivaniushenko nach Graz. Auch die Sopranistin Tetiana Miyus ist wieder mit dabei und wird bereits zum fünften Mal Teil von „Ukrainische Klänge“ sein.

Mit dem barocken Meerscheinschlössl findet das Konzert in einem Ambiente statt, das einen besonderen Rahmen für diese musikalische Reise bietet.

13. November | „URSPRÜNGE“ – Interaktive Gesangsreise mit FAJNA Folklore Labore

📍 Bischof Zwerger Saal, Sparbersbachgasse 58, 8010 Graz
🕖 19:00 Uhr

Das Finale des Festivals gehört dem FAJNA Folklore Labore – einer Gruppe, die von Anfang an Teil des Projekts „Ukrainische Klänge“ war und mittlerweile aus dem ukrainischen Kulturleben in Graz nicht mehr wegzudenken ist.

Vier ukrainische Sängerinnen – Kseniia Eroess, Mariia Mitic, Olesia Romaniv und Anastasiya Stakhanska – nehmen das Publikum mit auf eine interaktive musikalische Reise durch den traditionellen ukrainischen Jahreskreis.

Das Konzert präsentiert Brauchtumslieder, die eng mit Festen, Jahreszeiten und Traditionen verbunden sind und das Leben ukrainischer Generationen über Jahrhunderte hinweg begleitet haben. Von Frühling bis Winter eröffnet sich dem Publikum nicht nur die besondere Welt des traditionellen mehrstimmigen Gesangs, sondern auch der kulturelle Kontext, aus dem diese Musik hervorgegangen ist und in dem sie bis heute weiterlebt.

Ukrainische Kunst als Raum des internationalen Dialogs

Das erste Festival der ukrainischen Kunst DNIPRO in Graz verbindet unterschiedliche Kunstformen und Generationen, die gegenwärtige Auseinandersetzung mit dem Krieg und ein jahrhundertealtes kulturelles Erbe. Zugleich basiert das Festival auf einem breiten Netzwerk österreichisch-ukrainischer und internationaler Zusammenarbeit.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, vom Kulturreferat des Landes Steiermark, sowie vom OeAD-Kooperationsbüro Lemberg, Ukraine Office Austria, Kulturamt und Integrationsreferat der Stadt Graz.

Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem das Institut für Alte Musik der Kunstuniversität Graz, Kulturvermittlung Steiermark, das Institut für die Wissenschaften vom Menschen, das Institut für Slawistik der Universität Graz, das Bildungshaus St. Hippolyt, der Fachbereich Slawistik der Universität Salzburg, die Nationalphilharmonie Lviv, die Musikakademie Lviv und LiterAktiv.

Das Festival DNIPRO zeigt, wie vielfältig ukrainische Kultur heute in Österreich präsentiert und vermittelt werden kann – von Literatur, die Kriegserfahrungen dokumentiert, über das barocke Musikerbe bis zum traditionellen Gesang. Gleichzeitig schafft es Möglichkeiten für neue professionelle Begegnungen, kulturellen Austausch und eine vertiefte Auseinandersetzung des österreichischen Publikums mit der Ukraine.