Ukrainische Literatur auf der New Delhi World Book Fair
Die Teilnahme der Ukraine an der New Delhi World Book Fair war Teil des Kulturprogramms in Indien und eröffnete einen Raum für intensive Gespräche über Erinnerung, Identität und Krieg. Die Messe wurde zu einer Plattform, auf der ukrainische Literatur als Stimme des Widerstands und historischer Selbstbehauptung sichtbar wurde.
🖋 Den Auftakt bildete die Diskussion „Working Across Time: Memory, Identity, and History“, gemeinsam organisiert mit dem Austrian Cultural Forum. Mit der österreichischen Schriftstellerin Valerie Fritsch und einem ukrainischen Autor moderierte der indische Literaturkritiker Murtaza Ali Khan das Gespräch. Im Fokus standen historische Erinnerung, ukrainische Identität und der Widerstand gegen die russische Aggression. Die Teilnehmenden betonten die Ukraine als eigenständiges historisches Subjekt und ordneten den Krieg als Fortsetzung der neokolonialen Politik Russlands ein.
🔖 Am letzten Tag der Buchmesse schloss die ukrainische Veranstaltung das offizielle Programm ab. Es diskutierten Yuliya Musakovska, Liubko Deresh, Suborno Chattarji und Nidhish Tyagi. Unter der Moderation von Chattarji ging es um Schreiben als Form von Widerstand und Heilung, die Zerstörung der ukrainischen Kultur und Sprache, die Repressionen des 20. Jahrhunderts sowie ermordete ukrainische Künstler:innen. Die Deutung des Krieges als Teil einer kolonialen Politik Russlands fand große Resonanz beim indischen Publikum.
Die Veranstaltung umfasste Lesungen auf Ukrainisch mit Übersetzungen ins Englische und Hindi. Die Teilnahme der Ukraine unterstrich die Bedeutung der ukrainischen Literatur als Instrument des kulturellen Dialogs mit Indien.
🤝 Das Programm wurde vom Ukrainian Institute gemeinsam mit dem Österreichisches Kulturforum Kyjiw in Kooperation mit der Embassy of Ukraine in the Republic of India und mit institutioneller Unterstützung der Austrian Embassy New Delhi realisiert.