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„Altukrainisches Weihnachten“ in Wien

Am 12. Dezember 2025, fand in der prachtvollen barocken Jesuitenkirche in Wien mit großem Erfolg das Konzert „Altukrainisches Weihnachten“ statt. Die bereits dritte Ausgabe dieser Veranstaltung war dem 250-jährigen Jubiläum des Collegium Barbarum gewidmet und wurde zu einer eindrucksvollen musikalischen Hommage an dieses Jubiläum.

Der Abend, erfüllt von Wärme, Aufrichtigkeit und Inspiration, ließ alte Weihnachtstraditionen lebendig werden. Mehr als 30 Musiker:innen präsentierten historische und traditionelle Weihnachtslieder sowie geistliche Gesänge und schufen eine Atmosphäre feierlicher weihnachtlicher Mystik. Einige Werke wurden erstmals öffentlich aufgeführt. Den Auftakt bildeten die archaischen Klänge der Trembita und der Drehleier, die das Publikum unmittelbar in die ukrainischen und österreichischen Weihnachtsmusiktraditionen eintauchen ließen.

Besonders berührend war der Übergang zu den Liedern aus dem Potschajiwer Boghlasnyk von 1790, interpretiert von Ljubow Plawska und Ondřej Dobšík aus Prag. Zarte Harfenklänge von Zsuzsanna Aba-Nagy und der unverwechselbare Klang der Bandura, gespielt von Julian Kytasty, verliehen dem Programm zusätzliche Tiefe. Das Publikum war ebenso begeistert vom Gesang der Solistin Oksana Dopilko, die auf Deutsch und Ukrainisch sang.

Einen kraftvollen Höhepunkt bildeten die Orgelwerke, interpretiert von Florian Reitner. Der emotionale Höhepunkt des Abends war jedoch der Chorblock mit dem Jugendchor der Pfarre St. Barbara und dem Folkloreensemble Kupava aus Brünn. Beim gemeinsamen Gesang von „Bozhe velykyi, yedynyi“ lag spürbare Ergriffenheit im Raum.

Trotz der stilistischen Vielfalt wirkte das Programm geschlossen, harmonisch und äußerst authentisch — wie eine weihnachtliche musikalische Mysterienspiel. Die Schlussworte auf Deutsch sprachen Pfarrer Oleh Kowtun und der Organisator des Konzerts Bogdan Shutka.

Fotos von Iryna Karpenko