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Die erste Ukrainian-Austrian School of pain management: ein Erfolg!
Die Internationale Ukrainisch-Österreichische Schule für Schmerztherapie, die vom 25. bis 27. Juni 2025 in Lwiw stattfand, zeigte, wie wertvoll die sorgfältig konzipierte Synergie aus akademischem Wissen, praktischer Erfahrung und interkultureller Unterstützung für ein Fachgebiet sein kann. Während der drei ereignisreichen Tage trafen sich 38 hochqualifizierte Spezialisten aus allen Regionen der Ukraine, ausgewählt aus über 300 Bewerbungen, an der Nationalen Danylo-Halytskyi-Medizinuniversität Lwiw und im Rehabilitationszentrum Superhumans Center (Wynnyky).
Das Trainingsprogramm beinhaltete zwei Teile: Der erste Teil bestand aus Grundlagenvorlesungen an der Universität, der zweite aus interaktiven Modulen bei Superhumans, in denen die Studierenden ihr neu erworbenes theoretisches Wissen direkt erproben konnten. Dr. Burkhard Gustorff (Professor an der Sigmund Freud Privatuniversität und Leiter der Abteilung für Anästhesiologie an der Klinik Ottakring, Wien) und Myroslav Bozhenko (Doktor der Philosophie, außerordentlicher Professor der Abteilung für Neurologie, Lemberger Medizinuniversität) moderierten den theoretischen Teil auf Ukrainisch und Englisch (mit Übersetzung).
Der Vorlesungsblock behandelte die moderne Neurophysiologie des Schmerzes, Mechanismen und Arten von Schmerz, die Behandlung neuropathischer Schmerzen, Phantomschmerzen sowie physische und psychische Aspekte der Schmerzforschung und -behandlung bei Patient:innen. Praktische Seminare umfassten Ultraschalldemonstrationen peripherer Nervenblockaden, Simulationstrainings für Spiegeltherapie und virtuelle Realität bei Phantomschmerzen sowie ein Modul zu kognitiv-verhaltenstherapeutischen Interventionen für Patienten mit PTBS.
Das Programm war insgesamt sehr abwechslungsreich, die teilnehmenden Experten zeigten eine außergewöhnlich hohe Kompetenz in ihren Forschungs- und Arbeitfeldern, und die Teilnehmer:innen waren hoch motiviert und wissbegierig.
Dieses Pilotprojekt zeigte, dass es selbst in Kriegszeiten möglich ist, Raum für intensives Lernen zu schaffen, eine starke Fachgemeinschaft aufzubauen und evidenzbasierte Protokolle zu verbreiten, die bereits landesweit Leid lindern. Der nächste Schritt ist die Analyse des Programms und die Entwicklung eines Algorithmus zu dessen Verbesserung für die Weiterführung. Im Idealfall soll die Schulung als jährliche Veranstaltung etabliert werden, die eine neue Kultur der Schmerzbehandlung in der Ukraine fördert.
Wir danken allen Partnern aufrichtig, dank derer wir dieses Programm umsetzen konnten, nämlich der Nationalen Danylo-Halytskyi-Medizinuniversität Lwiw, dem Superhumans Prosthetics and Rehabilitation Center, dem Gesundheitsministerium der Ukraine, dem österreichischen Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung , dem Büro dem Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz an der Österreichische Botschaft Kyjiw / Austrian Embassy in Kyiv, dem OeAD-Kooperationsbüro Lemberg, der Sigmund Freud Privatuniversität (Österreich), der Klinik Ottakring in Wien und weiteren Unterstützern.
Fotos von Diana Popfalushi und Superhumans.














