ISMJ bringt zum zehnten Mal Studierende aus vier Ländern zusammen
Im Juli 2025 fand die Jubiläumsveranstaltung der Internationalen Schule für Multimediajournalismus (ISMJ) in Warschau statt. 18 Studierende aus der Ukraine, Österreich, Dänemark und Georgien entwickelten gemeinsam Multimediaprojekte und erarbeiteten interkulturelle Einblicke in die Herausforderungen des modernen Journalismus.
Traditionell besteht die Schule aus zwei Teilen: dem Winter in Wien und dem Sommer in Lemberg. Aufgrund des Krieges in der Ukraine fand der Sommerteil jedoch zum dritten Mal in Polen statt – diesmal an der Warsaw School of Economics und dem Österreichischen Kulturforum in Warschau.
Die Teilnehmenden arbeiteten in vier internationalen Teams unter der Anleitung erfahrener Journalistinnen und Journalisten von Agence France-Presse, Wirtualna Polska, Sojka.io und der Universität Warschau. Der Schwerpunkt der diesjährigen Projekte lag auf den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Gesellschaft, Kultur und Demokratie. Die abgeschlossenen Projekte wurden auf der ISMJ-Website veröffentlicht und am letzten Tag des Programms präsentiert.
Neben der intensiven Projektarbeit nahmen die Studierenden an einer Lehrvorlesung eines Professors der Warschauer Wirtschaftshochschule teil, besuchten die ukrainische Botschaft, erkundeten ukrainische Stätten in Warschau und sprachen mit Vertretern der Krimtataren. Die ukrainischen Teilnehmer hatten zudem die Gelegenheit, im polnischen Radio über das Programm, die Teamarbeit und das Studentenleben während des Krieges zu sprechen.
„Eine der größten Herausforderungen bestand darin, innerhalb einer Woche mit unbekannten Menschen ein umfassendes Multimediaprojekt zu entwickeln. Es dauerte nicht Tage, sondern Stunden, nicht nur, um sich kennenzulernen, sondern auch, um ein effektives Team zu bilden. Und meine Kollegen aus Europa halfen mir zu erkennen, dass Journalismus nicht nur bei Beschuss oder Informationsangriffen wichtig ist, sondern auch in ruhigen Zeiten – als Indikator für eine Gesellschaft, die sich für die Gesellschaft einsetzt und zum Dialog bereit ist“, sagt Tetyana Chaban, Mitglied der ukrainischen Delegation.
Die Internationale Schule für Multimediajournalismus wird mit Unterstützung des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF), des Österreichischen Büros für Internationale Zusammenarbeit (OeAD) und der Kulturabteilung des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) durchgeführt.
Zur Information:
Die Internationale Schule für Multimediajournalismus wurde nach der Annexion der Krim und dem Ausbruch des russisch-ukrainischen Konflikts 2014 gegründet.
Das Projekt wird vom Institut für Journalismus und Medienmanagement der Fachhochschule Wien (FHWien WKW), der Schule für Journalismus und Kommunikation der Ukrainischen Katholischen Universität und dem Österreichischen Büro für Internationale Zusammenarbeit (OeAD) in Lviv umgesetzt. Im zweiten Jahr ihres Bestehens schlossen sich der ISMJ zwei weitere Projektpartner an: die Dänische Schule für Medien und Journalismus (DMJX) und das Georgische Institut für Public Affairs (GIPA).
Fotos von Diana Popfalushi und Anastasiia Odrybets











