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Petro Rychlo beim Friedensfest am Grundlsee

Im Rahmen des diesjährigen Programms der Arche am Grundlsee unter dem Motto „Dialoge, Duette, Zwiegespräch“ fand mit „Im Osten geht die Sonne auf“ ein besonderer Kultur- und Diskussionsabend statt, der der Ukraine, der Bukowina, dem Zusammenleben verschiedener Kulturen und der Suche nach Frieden gewidmet war.

Zu den zentralen Mitwirkenden des Abends gehörte der ukrainische Literaturwissenschaftler aus Czernowitz Petro Rychlo. Gemeinsam mit Vitali Bodnar, Herbert Riess, Jörg Hoffmann, Hans Fuchs, Adelheid Picha und Hubert Gaisbauer sprach er über die Bukowina – eine Region, deren historische Erfahrungen heute eine besondere Aktualität besitzen.

Im Mittelpunkt stand das Projekt „250 Jahre Bukowina“ und die Geschichte der Region als multikultureller Raum, in dem unterschiedliche ethnische, sprachliche und kulturelle Gemeinschaften zusammenlebten. Besondere Aufmerksamkeit galt Czernowitz als außergewöhnlichem kulturellem Ort, der von der Begegnung unterschiedlicher Traditionen, Sprachen und Kulturen geprägt war. Dieses historische Zusammenleben wurde unter den Leitgedanken Respekt, Anerkennung und Toleranz diskutiert – verbunden mit dem Recht, gemeinsam unterschiedlich sein zu dürfen.

Die Beiträge von Petro Rychlo schlugen dabei eine Brücke zwischen historischer Perspektive und ukrainischer Gegenwart: Die Bukowina wurde nicht nur als Teil einer gemeinsamen europäischen Geschichte sichtbar, sondern auch als Region eines Landes, das heute unmittelbar vom russischen Krieg betroffen ist.

Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Cellistin Anna Lang. So entstand ein Raum für Dialog und Nachdenken über historische Erinnerung, kulturelle Vielfalt und darüber, was wir aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen können.

Für uns ist es besonders wichtig, dass ukrainische Wissenschaftler:innen und Intellektuelle wie Petro Rychlo an solchen österreichisch-ukrainischen Dialogformaten teilnehmen, ukrainische Geschichte und Kultur unmittelbar einem österreichischen Publikum vermitteln und damit zum gegenseitigen Verständnis zwischen unseren Ländern beitragen.