Natura morta (auf ukrainisch)
Josef Winkler (geb. 1953 in Kärnten) ist ein österreichischer Schriftsteller und Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter des Ingeborg-Bachmann-Preises (1979), des Alfred-Döblin-Preises (2001), des Georg-Büchner-Preises (2008) und des Großen Österreichischen Staatspreises für Literatur (2007).
Bekannt wurde er durch seine Trilogie „Wildes Kärnten“ (Das Menschenkind (1979), „Der Ackermann aus Kärnten“ (1980) und „Muttersprache“ (1982), in der er sich mit den Themen Unterdrückung, Katholizismus und Homosexualität in den österreichischen Bundesländern auseinandersetzt. "Winkler erfindet keine Wirklichkeit, sondern verwandelt das Gesehene in sprachlich fixierte Fiktion. Er spielt auch – auch wenn das angesichts des dichten Textgefüges und der schmerzhaften Themen manchmal schwer zu glauben ist. Natura morta beispielsweise spaltet sich in einen ‚bildlichen‘ und einen ‚filmischen‘ Teil. Im ersten – einem ausufernden Barockbild der Ewigen Stadt als Ewigem Markt – begegnen wir ‚Stilleben‘, einer fast flämischen Skizze des Lebens, totem Fleisch und zahllosen schwarzen, traurigen Ziegenköpfen mit gekrümmten Hörnern, die in endlosen Vignetten aus roten Hühnerkämmen und italienischer Sprache im Kontrast zu lebhaften, heiteren und lüsternen Metzgern stehen. Dann befinden wir uns plötzlich in einem Pasolini-Film, in dem es Kirche, Prohibition, Sex und Drama gibt, von denen sich der Erzähler durch plötzliche Perspektivwechsel, kalte Hervorhebung von Details, plötzliche Wendungen der Handlung distanziert … und so wirkungsvoll zeigt, dass der Rest Literatur ist‘.“
2015
Author
Josef Winkler
9786176141129
Verlag
Verlag XXI Knyhy
ÜbersetzerIn
Nelya Vakhovska
IllustratorIn
Anna Stiopina