De Укр En

Ukraine Office Austria

Minoritenplatz 8, 1010 Wien
De Укр En
event
zurück

Ukrainische Studentinnen bei der DRC Summer School in Regensburg

Vom 26. Juli bis 1. August 2026 fand in Regensburg die 21. Summer School der Danube Rectors’ Conference (DRC) unter dem Titel „EU 36: Imagining Europe’s Future“ statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Europa in den kommenden zehn Jahren entwickeln könnte und welche Chancen und Herausforderungen eine Europäische Union mit 36 Mitgliedstaaten mit sich bringen würde. 14 Teilnehmer:innen aus neun Ländern kamen dafür zu einem intensiven akademischen und internationalen Austausch zusammen.

Mit dabei waren die Studentinnen Alina Leha und Kateryna Kumeiko von der Fakultät für Internationale Beziehungen, Studienprogramm „Internationale Information“. Gemeinsam mit jungen Forschenden und Expert:innen aus verschiedenen europäischen Ländern beschäftigten sie sich mit vier großen Themenfeldern: Geopolitik und internationale Beziehungen, Wirtschaft und Transformation, Demokratie und Desinformation sowie Migration und Demografie.

Ein roter Faden durch die gesamte Woche war die Erweiterung der Europäischen Union. Diskutiert wurden mögliche Szenarien für Europa im Jahr 2036, die geopolitischen Voraussetzungen einer weiteren EU-Erweiterung sowie neue Wege, Bürger:innen stärker in diesen Prozess einzubeziehen. In praktischen Workshops entwickelten die Teilnehmer:innen unter anderem eigene Projektideen und Kommunikationsformate, die einen informierten Dialog über die Zukunft einer erweiterten EU fördern sollen.

Auch die Ukraine nahm einen wichtigen Platz im Programm ein. Diskutiert wurden unter anderem unterschiedliche Szenarien für künftige Wahlen in der Ukraine – abhängig von der Sicherheitslage, internationaler Unterstützung, möglichen rechtlichen Änderungen und der Einbindung der ukrainischen Diaspora. Weitere Themen reichten von einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik über Migration und demografischen Wandel bis hin zum European Green Deal, zur Dekarbonisierung des Verkehrs, zu künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit sowie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der EU-Erweiterung.

Ein besonderer Bestandteil der Summer School war der Research Track der Teilnehmer:innen. Alina Leha stellte ihre Forschungsarbeit „EU digital resilience / EU4DigitalUA: Democratic resilience, Disinformation and X-diplomacy“ vor. Die Forschungsbeiträge der Teilnehmer:innen beschäftigten sich darüber hinaus mit Arbeitsmobilität, Migration und Zugehörigkeit, digitaler Desinformation und Extremismus sowie mit demokratischer und digitaler Resilienz. Dadurch wurde die Summer School nicht nur zu einem Ort des Lernens, sondern auch zu einer Plattform für Feedback, neue Forschungsperspektiven und internationale Vernetzung.

„Die Teilnahme an der DRC Summer School hat uns nicht nur ein besseres Verständnis dafür vermittelt, wie die Institutionen der EU funktionieren und vor welchen Herausforderungen der Erweiterungsprozess steht. Sie bot uns auch die Möglichkeit, unser internationales akademisches Netzwerk zu erweitern. Die gewonnenen Erkenntnisse können wir in zukünftige Analysen und Forschungsarbeiten im Bereich der internationalen Informationsbeziehungen einbringen.“
— nach dem Feedback der Teilnehmerinnen

Ergänzt wurde das akademische Programm durch ein vielfältiges Kulturprogramm. Die Teilnehmer:innen lernten Regensburg und seine Geschichte kennen, besuchten die Walhalla und das Haus der Bayerischen Geschichte und erhielten damit auch Einblicke in die historische und kulturelle Entwicklung der Region.

Die DRC Summer School zeigte einmal mehr, wie wichtig internationale akademische Begegnungsräume sind, in denen junge Menschen nicht nur Wissen erwerben, sondern selbst an der Diskussion über Europas Zukunft mitwirken können. Gerade im Kontext von EU 36 ist die ukrainische Perspektive von besonderer Bedeutung: Für die Ukraine ist europäische Integration kein abstraktes Zukunftsszenario, sondern ein gegenwärtiger gesellschaftlicher und politischer Transformationsprozess.

Zu den Kooperationspartnern, die die diesjährige Summer School ermöglichten, gehörten auch das Ukraine Office Austria und das OeAD-Kooperationsbüro Lemberg.

Foto wurden von den Teilnehmerinnen zur Verfügung gestellt.