Treffen und Lesung mit Halyna Petrosaniak in Wien
Am 28. Mai um 18:30 Uhr laden wir Sie zu einem Treffen mit der bekannten ukrainischen Autorin und Übersetzerin Halyna Petrosaniak in die Botschaft der Ukraine in der Republik Österreich (Naaffgasse 23, 1180 Wien) ein.
Halyna liest ihre Gedichte und stellt ihren neuen Roman „Matrygan“ sowie das gemeinsame Werk ukrainischer Übersetzerinnen und Übersetzer – die Zeitschrift „die horen“ mit Übersetzungen ukrainischer Stimmen – vor. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung per E-Mail ist jedoch erforderlich: uliana.zadvorniak@mfa.gov.ua.
Über den Roman „Matrygan“:
Auf der Flucht vor dem großen Krieg, den Russland gegen die Ukraine entfesselte, landet die Kyjiwerin Melania mit ihrem jugendlichen Sohn in Deutschland. In ihrer Jugend war Melania von der Tragödie der ukrainischen Geschichte entmutigt, sodass sie es nicht eilig hatte, sich mit der jüngeren Vergangenheit der Huzulenregion zu befassen, aus der ihre Mutter stammte und in der die poetische Begabung ihrer geliebten Großmutter erblühte. Doch nun, fernab ihrer Heimat, stößt die Frau zufällig auf einen Hinweis, der sie zwingt, die geheimnisvollen Details des Lebens früherer Generationen ihrer Familie zu ergründen. Denn schon vor 80 Jahren war Deutschland ein Ort, an dem Millionen junger Ukrainer gegen ihren Willen ihr Leben verloren.
Dies ist ein Roman über Erinnerungen, über die Fähigkeit, sich ohne Worte zu verstehen, über die Magie von Farben und Pflanzen. Und über die Liebe, die niemals endet.
Über die Autorin:
Galyna Petrosaniak (geb. 1969) ist Autorin von Gedicht- und Essaybänden („Park am Hang“, „Licht der Stadtrandlage“, „Ballonfahrt“, „Exophonie“, „Kompression“, „Unser Nachbar Albert Hoffman“), der Erzählsammlung „Halt mich nicht davon ab, die Welt zu retten“ (2019) sowie der Romane „Villa Anemona“ und „Matrygan“. Die Werke wurden ins Deutsche, Englische, Polnische, Russische, Tschechische und Italienische übersetzt. Gewinnerin des Hubert-Burda-Literaturpreises für junge Lyriker Osteuropas (2007) und des Ivan-Franko-Preises (2010). Übersetzerin aus dem Deutschen. Zu ihren Übersetzungen zählen Alexander Granachs Autobiografie „Here Comes a Man“ (2012), Soma Morgensterns fiktionale Autobiografie „In anderen Zeiten. Junge Jahre in Ostgalizien“ (Finalistin des Buchpreises „Begegnung: Ukrainisch-Jüdischer Literaturpreis“ 2021) und André Kaminskys Roman „Nächstes Jahr in Jerusalem“ (2021). Seit 2016 lebt sie in der Schweiz.