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Das Vamperl

Das Vamperl

Renate Welshs „Vamperl“ ist eine bezaubernde Geschichte – freundlich zu Kindern und aufschlussreich für Erwachsene.

Das Vampirthema ist in der zeitgenössischen Jugendliteratur ebenso beliebt wie Zauberei, doch Welshs Figur trinkt kein Blut – er saugt Galle aus den Gallenblasen der Menschen. Die Folge? Menschen werden sofort gutherzig. Das Vamperl wird von der 67-jährigen Frau Lizzi mit Milch großgezogen, die ihn in einem Spinnennetz in der Ecke ihrer Wohnung fand. Sie beschloss, ihn zu behalten, trotz des Rats ihrer Nachbarin: „Wirf ihn in den Müll, wenn du so weichherzig bist. Aber beeil dich – die Müllabfuhr kommt bald. Wirf ihn nur nicht in eine leere Tonne. Man weiß ja nie – was, wenn er herausklettert?“ Frau Lizzis Freundlichkeit kommt dem ganzen Haus zugute – das Vamperl saugt den Leuten die Galle aus, und die Nachbarn hören auf, sich gegenseitig anzufahren. Als er sich den Autofahrern zuwendet und hilft, Staus zu beseitigen, kann man nicht anders, als einen Anflug von Neid auf diejenigen zu verspüren, die das Glück haben, einen Vampir als Haustier zu besitzen. Ein örtlicher Professor nimmt er das Vamperl sogar für Experimente mit – diese unangenehme Wendung wird zum zentralen Handlungsstrang dieses heiteren und skurrilen Buches.

2006

Author

Renate Welsh

9666630265

Verlag

Kalvaria

ÜbersetzerIn

Ivan Luchuk